40 Tage ohne „Fernsehen“

Was ja kaum jemand weiß: Die 40 Tage Fastenzeit beinhalten gar nicht die Sonntage! Nur so kommt der Kirchenkalender auf 40 Tage von Aschermittwoch bis Ostersonntag. Genaueres steht hier.

Ich nutzte dieses Jahr den „Anlass Fastenzeit“, um 40 Tage auf lineares Fernsehen zu verzichten. Das heißt nicht, dass ich generell auf „Fernsehen“, also Tatort, Fußball und das Traumschiff verzichte. Gut, auf das Traumschiff schon. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass ich zu viel fernsehe. Laut Statistik liege ich weit unter dem Durchschnittsbürger. Ich möchte für mich selbst herausfinden, ob ich das klassische Fernsehen aus der Antennendose mit festen Sendezeiten (20 Uhr Tagesschau, 20:15 Uhr Spielfilm/Serie, usw.) noch benötige. Seit Jahren schaue ich quasi nur noch Sachen, die auf meinem Festplattenrekorder aufgenommen wurden. Das ermöglicht es mir, Werbepausen zu überspringen oder Sendungen für Telefonate zu unterbrechen. Jetzt gehe ich noch einen Schritt weiter.

Ich glaube, es gibt genügend Alternativen, um meinen Bewegtbild-Konsum zu stillen. Und die werde ich bei Bedarf auch einsetzen. Heute schaue ich z.B. das Länderspiel gegen Chile als Livestream auf sportschau.de. Ansonsten liegen hier noch einige DVDs rum, mein Maxdome-Konto hat ein paar Gutscheine gespeichert und die ein oder andere Sendung findet sich ja auch in Mediatheken oder auf YouTube & Co. Und dank AppleTV kann ich meinen Laptop-Bildschirm problemlos auf den Fernseher übertragen.

Wie immer gibt es natürlich auch Ausnahmen, die ich mir gönne: Wenn Freunde mich zum Fernsehen einladen (z.B. Champions League), darf ich das annehmen. Sollte mein Internet-Anschluss länger ausfallen (unwahrscheinlich), darf das Fernsehen ebenfalls als Alternative herhalten. Und wenn im Fitness-Studio nur noch Laufbänder vor dem Fernseher frei sind, muss ich auf den Sport (und TV) auch nicht verzichten.

Wie es läuft, werde ich hier und bei Twitter (#40ohneTV) immer mal wieder berichten.

Seriös statt „Tutti Frutti“

Der Tagesspiegel hat mich auf eine Tatsache aufmerksam gemacht, die mir fast entgangen wäre. Dabei habe ich mich  ein halbes Jahr lang intensiv damit beschäftigt: Das RTL Nachtjournal wird 20 Jahre alt!

Gut, klingt erst mal nicht sonderlich spannend. Aber der Artikel des Tagesspiegel trifft recht gut das auf den Punkt, was ich auch in meiner Magisterarbeit herausgefunden habe: Für den Anspruch, den der Zuschauer an die Nachrichten in privaten TV-Sendern hat, ist das RTL Nachtjournal überraschend gut gemacht.

Mit Fakten wissenschaftlich untermauert kann man das hier nachlesen: Qualität von Spätnachrichten-Sendungen.

Mit ein paar Jahren Abstand entschuldige ich mich für den langweiligen Titel der Arbeit und des Buches. Mein Betreuer an der Uni hatte mir originelle Titelideen wie „Je später der Abend…“ leider verboten.

Weihnachtszeit ist Spendenzeit

Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Sicher bekommt ihr auch jeden Tag irgendwelche Spendenaufrufe in euren virtuellen oder realen Briefkasten. Grundsätzlich begrüße ich es, wenn diejenigen mit einem besser gefüllten Konto zumindest ab und zu an all die denken, denen es nicht ganz so gut geht – aus welchen Gründen auch immer. Jedoch nervt mich der Spendenterror vor Weihnachten inzwischen ziemlich. Ich möchte nicht die Organisationen unterstützen, die am lautesten werben. Sondern diejenigen, mit denen ich etwas verbinde.
Meine Spenden gehen ab sofort jedes Jahr an Aktionen in denjenigen Ländern, die ich in den letzten 12 Monaten besucht habe. Die Auswahl der Projekte ist rein subjektiv und bunt gemischt.
2013 unterstütze ich folgende Aktionen in den genanten Ländern:
Tansania
Die One World Secondary School Kilimanjaro befindet sich in Kisangara, nahe der Straße von Arusha nach Daressalam. Dort bin ich im März quasi vorbei gefahren, ohne es zu wissen. Ich war zwar nicht an dieser Schule, aber ein knapp 80-jähriger ehemaliger tansanischer Lehrer (Francis) hat mich durch die Usambara Mountains geführt und mir noch einmal klar gemacht, wie wichtig Bildung ist.
Thailand
Thailand ist kein wirklich armes Land mehr. Dennoch gibt es zu viele Kinder, die in Armut und unter schwierigen Bedingungen leben (HIV, Kinderarbeit, Menschenhandel). Die SOS-Kinderdörfer sind seit 1972 in Thailand aktiv.
Kambodscha
In Kambodscha war ich im November zum allerersten Mal und das Land hat mich fasziniert und beeindruckt. Die Folgen jahrzehntelanger bürgerkriegsähnlicher Zustände sind immer noch sichtbar. Landminen aus drei Jahrzehnten und eine unterentwickelte Gesundheitsversorgung sind große Probleme. Unter anderem engagieren sich die Johanniter in Kambodscha.
Türkei, Großbritannien, Spanien, Italien & Schweiz
In Europa tue ich mich schwer, einzelne Initiativen herauszustellen. Stellvertretend unterstütze ich daher Amnesty International, die in allen europäischen Ländern vertreten sind.
Ich empfehle zudem http://amnesty-1575.de, aus persönlichen Gründen.
Ihr seid herzlich eingeladen, es mir gleich zu tun.
Frohe Weihnachten!

Aus dem Polizeibericht

Hierzu stelle ich fest: Die Anschuldigungen sind falsch.

1. Ich stand dort nicht von 0:08 Uhr. bis 0:12 Uhr. Sondern von ca. 21:30 Uhr bis 4:45 Uhr.

2. Es waren nicht vier Räder auf dem Gehweg, sondern insgesamt acht. Neben den vier ordnungsgemäß montierten und notierten Winterreifen zwei klar sichtbare Sommerreifen auf dem Rücksitz. Und mit etwas Kombinationsgabe hätten man darauf kommen können, dass sich zwei weitere Räder im Kofferraum befinden.

Und überhaupt. Was soll der Scheiß eigentlich? Ich wohne in einer ruhigen Seitenstraße ohne jeglichen Durchgangsverkehr. Zwischen 21:30 Uhr und 4:45 Uhr morgens nutzen an einem normalen Montagabend an dieser Stelle geschätzte 10-15 Personen den Gehweg. Bei einer Breite von ca. 5-6 Metern könnten diese in Fünferreihen noch bequem an meinem Auto vorbeilaufen. Und dabei Samba tanzen!

Hat mein Auto also den Gehweg unpassierbar gemacht? Auf keinen Fall. Stand mein Auto jemandem im Weg? Nein, denn wenn mein Auto da nicht stünde, könnte ein Fußgänger hier lediglich entlanggehen, um im nächsten Schritt gegen einen Baum zu laufen.

Habe ich einen Rettungsweg blockiert? Nein, ich stand absichtlich fünf Meter von der Feuerwehrzufahrt entfernt. Selbst ein Krankenwagen oder ein Feuerwehrauto hätte den Gehweg im Notfall noch problemlos befahren können. Die Stelle passieren ab und zu Umzugslaster ohne Probleme, selbst wenn dort ein Auto parkt.

Ich weiß dass ich dort rein rechtlich nicht hätte stehen dürfen. Und die 15 Euro sind mir völlig egal. Ich frage mich, aus welchem Grund ein Polizist auf die Idee kommt, mitten in der Nacht an dieser Stelle anzuhalten, um einen Strafzettel eine „Verwarnung mit Zahlungsaufforderung“ zu verteilen. Lese ich nicht immer wieder, wie überlastet die Münchner Polizei ist dank Demonstrationen, Fußballspielen und anderen Großveranstaltungen? Aber es ist genügend Zeit, dass ein Beamter auf die Idee kommt, nachts in einer ruhigen Seitenstraße einen sinnlosen Strafzettel zu verteilen.

Niemand war gefährdet. Niemand war beeinträchtigt. Aber es ist verboten. Und wenn es verboten ist, dann muss es auch bestraft werden. Ordnung muss sein. Das ist das, was mich auch nach 12 Jahren an München so dermaßen ankotzt.

Kinder: Riegel vs. Schokolade

Vor ein paar Tagen habe ich die Frage in den Raum geworfen, was der Unterschied zwischen Kinder Schokolade und Kinder Riegel ist. Jahrelang habe ich diesen Unterschied ignoriert bzw. gar nicht wahrgenommen. Ich bin sehr froh, dass ich dieses Rätsel nun lösen konnte!

Die komplette Bildergalerie bei Flickr (Klick auf das Foto)

Der Inhalt ist übrigens exakt gleich: „Gesamtmilchbestandteile im Produkt 33%“ – der Rest muss also aus Kindern bestehen.

9 Jahre + 1 Flasche = 23,26 Euro

Was sich nicht alles ansammelt in 9 Jahren seit der Euro-Einführung. In meinem Fall sind es:

  • 926 x 1-Cent
  • 692 x 2-Cent
  • 1 x 5-Cent
  • 1 x 10-Cent
  • 1 x 1-Pfennig.

In der Summe sind das dann:

  • 23,26 Euro (etwas genau 23,2551 Euro, wenn man den Pfennig mit dem offiziellen Umrechnungskurs einfließen lässt) oder
  • 1.621 Münzen oder
  • 4,271 kg.

Der Flascheninhalt steht fest, der Sieger des Tippspiels auch: Mit einem Tipp über 24,58 Euro lag „martin“ am nächsten dran. Damit gehen die 23,26 Euro aus der Flasche an den Red Nose Day. Herzlichen Glückwunsch, Martin!

Aber: Quasi außer Konkurrenz – weil nicht in den Blog-Kommentaren – ging ein weiterer Tipp bei mir ein, der mit 22 Euro dem tatsächlichen Flascheninhalt noch näher kam. Hier wurde mir außerdem die Auswahl des Empfängers überlassen. Dies sind zwei Verstöße gegen die Teilnahmebedingungen.

Trotzdem weiß ich den richtigen Tipp zu schätzen und werde ihn zusätzlich mit 23,26 Euro für die Arche München belohnen. Auch hier herzlichen Glückwunsch zum richtigen Tipp!

Beide Beträge werden übrigens wie angekündigt aufgerundet.

Vielen Dank an alle Teilnehmer – nächstes Tippspiel in ca. 9 Jahren, ich zähle auf euch!

Münzen aus der Flasche