Archiv der Kategorie: Digital Life

Spendenaktion 2016

Traditionell überlege ich mir am Jahresende, welche sozialen Einrichtungen ich mit einer Spende unterstützen möchte. Nach Möglichkeit, ohne mich durch die Fülle von Spendenaufrufen im Briefkasten beeinflussen zu lassen. Meine Methode: Ich spende Geld für Aktionen/Organisationen in Ländern, die ich im zu Ende gehenden Jahr besucht habe und suche diese entsprechend jedes Jahr neu aus.

2016 habe ich folgende Aktionen in den genannten Ländern (in chronologischer Reihenfolge) unterstützt:

Österreich
Unsere Freunde im Süden hatten wie Deutschland die Aufnahme und/oder Durchreise einer großen Zahl von Flüchtlingen zu bewältigen. Diese Menschen, die vor Krieg und Vertreibung fliehen, brauchen weiterhin unser aller Hilfe. Daher unterstütze ich die Flüchtlingshilfe der SOS-Kinderdörfer.

USA
2016 hat gezeigt, wie wichtig Bildung, Wissen und das Vertrauen auf Fakten ist. Und wie weit wir aktuell davon entfernt sind. Nicht nur, aber gerade auch in den USA. Daher unterstütze ich Wikimedia mit einer Spende, um das Wissen der Welt möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Es ist bitter nötig.

England / Großbritannien
Jedes Jahr ist eine der Organisationen, die ich unterstütze, Amnesty International. Gegründet 1968 in London. Unterstützenswert ist sowohl die Sektion der Bundesrepublik Deutschland von Amnesty International und natürlich auch „meine“ Gruppe Amnesty International, Gruppe 1575 in München.

Frankreich
Die Ärzte ohne Grenzen sind weltweit aktiv, um Bedürftige mit medizinischer Unterstützung zu versorgen. 1971 wurden sie als „Médecins Sans Frontières“ in Paris gegründet. Ihre Arbeit in Syrien, im Mittelmeerraum kann jede Unterstützung gebrauchen.

Mecklenburg-Vorpommern & Brandenburg
Mit dem Wohnmobil durch Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Wunderschöne Landschaften, ein toller Camping-Urlaub. Ein echtes Erlebnis. Die Region im Nordosten, besonders die Urlaubsinsel Rügen aber auch Städte wie Greifswald und Rostock sind heute wirklich „blühende Landschaften“. Umso schockierter war ich, als ich die Wahlergebnisse auf Rügen und in der ganzen Region gesehen habe. Daher unterstütze ich dort den Verein „Rock gegen Rechts Stralsund e.V.„, der mit Konzerten und Aktionstagen gegen das braune Pack von AfD und Co. mobilisiert. Danke für euren Mut!

Spanien
2015 war ich erstmals auf Mallorca, 2016 jetzt zum allerersten Mal auf Teneriffa. Die Insel ist wirklich schön, das Klima das ganze Jahr über sehr angenehm. Nicht so angenehm ist das Leben für die Straßentiere auf Teneriffa. Daher unterstütze ich den Tierschutzverein Arche Noah Teneriffa e.V..

 

2016 war kein einfaches Jahr. 2017 wird besser, dafür können wir alle gemeinsam etwas tun.

Guten Rutsch & Frohes Neues Jahr!

 

Mehr als 40 Tage ohne „Fernsehen“

… und dann fällt mir ein, dass ich dieses Kapitel nie abschlossen habe!

Kurze Erinnerung: Zu Beginn der Fastenzeit hatte ich beschlossen, bis Ostern auf klassisches Fernsehen zu verzichten und wenn überhaupt nur noch alternative Wege des TV-Konsums zu verwenden.

Geschafft.

Genauer gesagt: Mehr als das. Außer zu einigen besonderen Anlässen (wie Tatort mit Freunden) sehe ich immer noch kaum klassisches Fernsehen. Die Fußball-WM ist da aktuell wohl die größte anzunehmende Ausnahme. Aber auch sie geht ohne TV.

Fazit: 40 Tage Totalabstinenz haben mir gezeigt, welche Rolle das klassische Fernsehen überhaupt noch für mich hat. Nicht darauf verzichten zu müssen, aber zu  können ist das, was ich davon mitgenommen habe.

Google Maps: Angkor Wat & Co.

Beng Mealea  Google MapsGoogle hat etwas großartiges gemacht: Viele der Tempelanlagen in Kambodscha in Google Street View bereitgestellt. Sei es das weltbekannte Angkor Wat oder das unbekanntere, aber so unglaublich faszinierende Beng Mealea – es ist einfach großartig! Durch die Tempelanlagen am heimischen Computer „laufen“. Es ist fast ein bisschen, wie dort zu sein. Macht beides!

Und hier geht es per Street View direkt nach:

Seht es euch an und dann bucht einen Flug nach Siem Reap, dem nächstgelegenen Flughafen der gleichnamigen Stadt! Es gibt noch so viel mehr zu sehen!

Ganz ohne Fernsehen geht’s dann doch nicht. Aber fast.

Zwei Wochen vor Ostern ein weiterer Zwischenstand: Die Mediatheken geben eine Menge her. Grundsätzlich benötige ich auch weiterhin weder Kabelanschluss noch Fetplattenrekorder. Ein bisschen schade, dass ich die letzten Folgen von HIMYM mir nicht auf ProSieben ansehen kann. Aber da ich die vorletzte Staffel ebenfalls weitgehend verpasst habe, werden demnächst iTunes oder Maxdome oder Watchever herhalten müssen. Wer auch immer die Serie im Angebot hat.

Eine kleine Sünde muss ich dann aber doch „beichten“: In der Heimat, ohne VDSL und vernetzten Fernseher, musste dann doch mal der klassische Fernseher mit Kabelanschluss herhalten. Hier habe ich mir die Ausnahmeregel der „Einladung“ zurechtgebogen.

Und jetzt schaue ich weiter den Polizeiruf in HD aus der Mediathek.

Eine Woche ohne Fernsehen: Ein Zwischenstand

Eine Woche ohne Fernsehen. Überraschend einfach zu überstehen. Das Streaming-Angebot ist größer als gedacht. Sogar die Sportschau gibt’s im Web, lässt sich dank Apple TV dann problemlos auf den Fernseher streamen. In HD-Qualität!

Auch der Tatort ist kein Problem. Die Mediathek hat auch den Sonntagabend-Klassiker im Angebot. Diesen Sonntag habe ich mich allerdings zum außer Haus Sehen einladen lassen.

Auch die Privaten kommen nicht zu kurz: Gerade läuft nebenher „Der Restauranttester“ auf RTLnow. Allerdings nervt hier die Werbung: zwei PreRolls und dann nach 10 Minuten zwei MidRolls. Sechs Minuten später, wenn das erste Video zu Ende ist, wieder zwei MidRolls. Sechs Spots auf bisher 15 Minuten Content ist mir zu viel.

Ganz so glücklich macht mich die neue Technik allerdings noch nicht: Wenn ich mir Videos aus der ARD-Mediathek direkt über meinen Fernseher ansehe, bleibt das Stream leider öfter mal hängen. Über das MacBook und Apple TV läuft der gleiche Stream deutlich flüssiger.

Fazit: Lineares Fernsehen vermisse ich bisher nicht.

„Internet-Gemeinde“

„Die Internet-Gemeinde“ hat eine Heldin, empfindet Zensur, feiert Jörg Tauss, ist enttäuscht, lässt einen AOL-Dienst kapitulieren. Schon interessant, was „Die Internet-Gemeinde“ so alles tut, denkt und macht. Aber gibt es „Die Internet-Gemeinde“ überhaupt? Ich glaube nicht.

Ich denke vielmehr, dass ein Großteil der Journalisten und Redakteure bei Zeitungen und Zeitschriften und deren Online-Ableger immer noch ein abstruses Bild der Internet-Nutzer haben und diese „Internet-Gemeinde“ für Nerds, Computer-Fuzzis und sonstige Spinner halten.

Aber das ist schon lange nicht mehr so. Um zu sehen, wie weit verbreitet die „Internet-Gemeinde“ ist, reicht ein Blick auf die Strukturdaten der AGOF.  Das Internet wird von breiten Teilen der deutschen Wohnbevölkerung (65,1%) genutzt. „Die Internet-Gemeinde“ entspricht also in weiten Teilen auch der Gesamtbevölkerung, wenn auch nach wie vor Frauen und Ältere noch leicht unterrepräsentiert sind. Und diese weite Teile der Bevölkerung sind eben nicht so homogen und speziell, als dass sie unter dem Begriff „Die Internet-Gemeinde“ zusammenfassbar sind.

Internet-Nutzer sind ganz normale Menschen. Sie nutzen das Internet, fahren aber auch Auto, trinken Kaffee, sehen fern – und gehen wählen. Sie werden nicht dadurch besondere Menschen, dass sie das Internet nutzen. Das Internet ist kein abstraktes Hobby, sondern für viele ein alltägliches Medium. Und das nutzen immer mehr Menschen, um sich zu informieren, selbst ihre Meinung zu artikulieren oder um sich einfach nur unterhalten zu lassen.

Eigentlich ist es ja auch ganz einfach zu verstehen: Bei den TV-Einschaltquoten spricht auch niemand davon, dass „Die Fernseh-Gemeinde“ die Jackson-Trauerfeier auf N24 gesehen hat. Und „Die Zeitung-Gemeinde“ gibt es offenbar auch nicht.

Update: Jetzt hat sich auch Thomas Knüwer mit dem Begriff „Internet-Community“ auseinandergesetzt.

Zensursula & die Petitition gegen die Netzzensur

Liebe online-affine Demokraten,zensursula

heute ist euer großer Tag – und die nächsten Wochen auch noch: Weil „Zensursula“ nicht nur von der Leyen sondern auch von allen guten Geistern verlassen ist, müssen wir aktiv werden.

Ich will die Argumente hier gar nicht groß zusammenfassen und dabei vielleicht etwas Wichtiges übersehen oder unvollständig darstellen. Stattdessen verweise ich auf einen Artikel der c’t, der unter dem Titel „Verschleierungstaktik – Die Argumente für Kinderporno-Sperren laufen ins Leere“ ganz gut zusammenfasst, welchen Unfug „Zensursula“ im Wahljahr verbreitet. Und worum es eben auch geht: um ein perfektes Zensurwerkzeug.

Mir geht es auch darum, dass man die Menschen in Deutschland – Onliner oder Nicht-Onliner, Wähler oder Nicht-Wähler – nicht für dumm verkaufen sollte. Ich „hoffe“, dass „Zensursula“ das gerade versucht und nicht so dumm ist, wie es denn Anschein hat, und an ihr Argumente und die Effektivität ihrer „Methode“ glaubt.

Deshalb bitte unbedingt auf der Website des Bundestags die Online-Petition unterzeichnen. Sollte der Antrag bis zum 16. Juni 2009 mindestens 50.000 Unterstützer haben, muss sich der Petitionsausschuss des Bundestages damit in einer öffentlichen Sitzung beschäftigen (Quelle).

Danke.

Nachtrag: Nach weniger als drei Tagen haben bereits über 38.000 Mitzeichner die Petition unterstützt. Und ich bin ein wenig stolz darauf, unter den ersten 250 – exakt: Nummer 240 – gewesen zu sein.

Nachtrag 2: Nach gerade einmal vier Tagen sind die 50.000 Unterzeichner erreicht. Und der feine Herr Minister hat den Schuß nicht gehört.