Aus dem Polizeibericht

Hierzu stelle ich fest: Die Anschuldigungen sind falsch.

1. Ich stand dort nicht von 0:08 Uhr. bis 0:12 Uhr. Sondern von ca. 21:30 Uhr bis 4:45 Uhr.

2. Es waren nicht vier Räder auf dem Gehweg, sondern insgesamt acht. Neben den vier ordnungsgemäß montierten und notierten Winterreifen zwei klar sichtbare Sommerreifen auf dem Rücksitz. Und mit etwas Kombinationsgabe hätten man darauf kommen können, dass sich zwei weitere Räder im Kofferraum befinden.

Und überhaupt. Was soll der Scheiß eigentlich? Ich wohne in einer ruhigen Seitenstraße ohne jeglichen Durchgangsverkehr. Zwischen 21:30 Uhr und 4:45 Uhr morgens nutzen an einem normalen Montagabend an dieser Stelle geschätzte 10-15 Personen den Gehweg. Bei einer Breite von ca. 5-6 Metern könnten diese in Fünferreihen noch bequem an meinem Auto vorbeilaufen. Und dabei Samba tanzen!

Hat mein Auto also den Gehweg unpassierbar gemacht? Auf keinen Fall. Stand mein Auto jemandem im Weg? Nein, denn wenn mein Auto da nicht stünde, könnte ein Fußgänger hier lediglich entlanggehen, um im nächsten Schritt gegen einen Baum zu laufen.

Habe ich einen Rettungsweg blockiert? Nein, ich stand absichtlich fünf Meter von der Feuerwehrzufahrt entfernt. Selbst ein Krankenwagen oder ein Feuerwehrauto hätte den Gehweg im Notfall noch problemlos befahren können. Die Stelle passieren ab und zu Umzugslaster ohne Probleme, selbst wenn dort ein Auto parkt.

Ich weiß dass ich dort rein rechtlich nicht hätte stehen dürfen. Und die 15 Euro sind mir völlig egal. Ich frage mich, aus welchem Grund ein Polizist auf die Idee kommt, mitten in der Nacht an dieser Stelle anzuhalten, um einen Strafzettel eine „Verwarnung mit Zahlungsaufforderung“ zu verteilen. Lese ich nicht immer wieder, wie überlastet die Münchner Polizei ist dank Demonstrationen, Fußballspielen und anderen Großveranstaltungen? Aber es ist genügend Zeit, dass ein Beamter auf die Idee kommt, nachts in einer ruhigen Seitenstraße einen sinnlosen Strafzettel zu verteilen.

Niemand war gefährdet. Niemand war beeinträchtigt. Aber es ist verboten. Und wenn es verboten ist, dann muss es auch bestraft werden. Ordnung muss sein. Das ist das, was mich auch nach 12 Jahren an München so dermaßen ankotzt.

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