Wo warst Du, als…

Ich kam am Sonntagabend nach Hause und hatte gehofft, zumindest den Schluss von „ttt“ im Ersten noch zu sehen. Aber ich war zwei Minuten zu spät. Statt dessen habe ich dann die Sendung „Wo warst Du, als…“ gesehen, die seit heute sonntags um 23:35 Uhr im Ersten läuft.

Dabei geht es um Ereignisse, die man nicht vergisst. Und wo man war, als sie passiert sind. In der ersten Folge geht es – fast bin ich geneigt, „natürlich“ zu sagen – um den 11. September 2001. In weiteren Folgen werden unter anderem der Mauerfall und der Tsunami thematisiert. Es geht gar nicht so sehr um Menschen, die vom Ereignis direkt betroffen waren. Es kommt z.B auch Olaf Thon zu Wort, der am Abend des 11. September mit Schalke ein Champions League-Spiel zu bestreiten hatte. Andere waren indirekt betroffen: Ein Familienmitglied, das im World Trade Center arbeitet, ein Frührentner, der an der Börse durch den 11. September sein Vermögen verzockt hatte. Und so weiter.

Die erste Folge war nicht wirklich herausragend gut. Zwar nicht schlecht, aber auch nicht so besonders. Ich finde jedoch die Idee spannend. Und weiß selbst noch, wo ich am 11. September 2001 war: In meinem Studentenwohnheim in München. Lernend, denn es stand die Zwischenprüfung an. Um 15 Uhr habe ich mir wie jeden Tag eine Kaffeepause gegönnt und dabei wie immer die Tagesschau gesehen. Und dann kam die Nachricht aus New York. An diesem Tag habe ich nichts mehr für die Uni getan.

Ich denke darüber nach, ob ich daraus eine kleine Blog-Serie machen soll: Zu jeder Sendung im Ersten ein kleiner Blog-Eintrag von mir. Und für meine Leser die Möglichkeit, in den Kommentaren selbst zu schreiben, wo sie waren und an was sie sich erinnern. Finde ich spannend.

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  1. Gute Idee!
    Am 11.9. wollte zuerst jemand unsere aktuellen Abrufzahlen, weil unsere Webserver plötzlich die Grätsche machten. Nach erster Mundpropaganda dachte ich: was für ein Aufstand, bloß weil ein Sportpilot mit seiner Cessna irgendwo dagegen geknallt ist. Kurz darauf hatten wir uns vor einem der wenigen Fernseher in der PR-Abteilung versammelt. Nachdem wir live den ersten Turm einstürzen sahen, habe ich daheim angerufen – mein Sohn war gerade 6 Tage alt.

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