Mit ‘München’ verschlagwortete Einträge

Pflaster-Tag

20. Mai, 2009

Heute war Pflaster-Tag. Irgendwie. Auf dem Heimweg hab ich in kurzer Zeit zwei Mal Menschen mit merkwürdig auffälligen Pflastern getroffen.

Nummer 1: Im Auto neben mir an der Ampel. Ein Pflaster rechts auf der Schläfe, genau auf Augenhöhe, kurz vor dem Haaransatz. Sah aus, als hätte sich jemand beim Russischen Roulette mit dem heißen Lauf der Pistole verbrannt.

Nummer 2: In der U-Bahn. Eine Frau mittleren Alters mit langem Pflasterstreifen. Auf der Stirn. Mitten auf der Stirn. Senkrecht. Vom Haaransatz bis zu den Augenbrauen. Ich frage mich: Was muss da passiert sein, dass man so ein Pflaster braucht? Gegen eine Glastür gelaufen? Tattoo in Blitz-Form entfernen lassen? Botox-Behandlung und entzündete Einstiche?

Eine merkwürdige Häufung merkwürdiger Pflaster.

Anmerkung: Ich habe natürlich Mitleid mit den beroffenen Personen und allen Menschen, die aus medizinischen Gründen Pflaster tragen müssen. An welcher Stelle des Körpers auch immer.

Nachbarschafts-Marketing

10. Mai, 2009

Der Rewe um die Ecke heißt seit letzter Woche Rewe City. Toll, oder? Naja, es ist der gleiche olle Laden wie die letzten ca. 20 Jahre auch. Nur dass er früher mal HL, dann Minimal und zuletzt Rewe hieß. Jetzt steht rechts unter dem Rewe-Schriftzug einfach noch ein kleines „City“.

Und das ist für das Rewe-Marketing Anlass genug, an jede Tür in der Nachbarschaft einen Flyer zu hängen mit der Ankündigung toller Aktionen. Am Montag gab es Brot und Salz, am Dienstag einen Umtrunk, am Mittwoch eine kleine Überraschung, usw. Das ganze unter dem Motto „Hallo Nachbarn, Rewe City ist da!“.

Ich war erst am Samstag einkaufen. Da gab es zur Begrüßung laut Flyer ein „Gläschen Sekt“. Das ist aber relativ. Denn so sah das dann aus:

rewe

Ich finde die Aktion, sich in der Nachbarschaft vorszustellen, ja ganz nett gedacht. Wenn auch überflüssig. Aber wenn die Umsetzung dann so aussieht, kann man sich das Marketing-Budget auch sparen.

Balkon-Blick

1. Mai, 2009

Ich leg mich mal fest: Hier wird es am 23. Mai auch nicht anders aussehen als heute.

Rathaus-Balkon

A Day in the Life …

27. März, 2009

… of Dexter.

So sieht es aus, wenn der Hund zum ersten Mal mit im Büro bei meinem neuen Arbeitgeber ist. Nicht dokumentiert ist übrigens die Vielzahl an Kolleginnen und Kollegen, die sich mit ihm intensiv beschäftigt haben – auf dem Boden kniend und hinter dem Ohr kraulend.

Anmerkung: Hier gibt es übrigens das komplette Album inkl. Kommentar bzw. Beschreibung zu jedem Bild.

Anmerkung 2: Dexter twittert jetzt auch ab und zu unter twitter.com/der_hund.

Entschleunigen am 4. Adventssamstag

20. Dezember, 2008

Ich habe heute schon einiges erlebt, das mir meine entspannte Stimmung versauen könnte:

  • Chaotisches Falschparken vor dem Drogeriemarkt. Warum fahren die Leute nicht gleich mit dem Auto durch die Schiebetür? Sie ist doch breit genug.
  • Verkehrschaos im Einkaufzentren-Viertel.
  • Extremes Gedränge im gesamten U-Bahn-Bereich.
  • Eine frische Ladung Erbrochenes in der U-Bahn selbst.
  • Straßenschlacht von Fußball-Fans und Polizei (zumindest als Telefonübertragung).
  • Eine Diskussion mit einer nervigen Dame von Münchner Tierheim.
  • Kopfschmerzen aufgrund des Vorabends.
  • Richtig schlechtes Wetter mit Regen und Wind.

Weil das alles gar nicht zu meinem Erholungsurlaub und der besinnlichen Adventszeit passt, habe ich beschlossen, jetzt erst mal meinen Tag zu entschleunigen. Geschenk wird erst morgen gebastelt, zu Lidl geh ich auch nicht mehr, ernähre mich morgen lieber aus dem Tiefkühler. Geschirr wird ebenfalls erst am Sonntag wieder gespült.

Stattdessen lese ich jetzt erst mal ein paar Blog-Einträge und schreibe diesen hier, mache mir einen Kaffee und lese die Süddeutsche. Der Stress kann warten bis Januar.

Medientage München bei Twitter

29. Oktober, 2008

Für alle Interessierten, die gar nicht, nur teilweise oder nicht überall dabei sein können auf den Münchner Medientagen hat Benedikt Köhler ein nettes, kleines Mashup eingerichtet:

http://www.metaroll.de/medientage.php.

Bisher wurde schon relativ viel getwittert. Interessanterweise waren viele der Twitterer gar nicht live anwesend, sondern haben sich den Mediengipfel im Fernsehen angesehen.

R.E.M.: Konzert 2.0

24. September, 2008

Gestern war ich bei einem Konzert von R.E.M. in der Münchner Olympiahalle. Danke an Layrinha!. Es war wirklich toll, allerdings war die Stimmung vor ein paar Jahren auf dem Königsplatz besser. Das mag auch daran gelegen haben, dass in der Halle noch jede Menge Plätze frei waren. Soweit die Einführung.

Was mich im Nachhinein beeindruckt hat, ist der Grad der Internet-Verknüpfung des Konzerts. Leider habe ich davon erst nach danach erfahren. Es gibt doch tatsächlich jemanden in der Tour-Crew, der während des Konzerts alle paar Minuten twittert, und zwar hier. Wenn man das vorher weiß, kann man sich also per Handy und Internet kostenlos darüber informieren, welches Lied gerade läuft, falls man mal eines nicht kennt. Mir hätte das zumindest zwei Mal geholfen, wenn ich davon vor dem Konzert gewusst hätte.

Das ist aber noch nicht alles: Zwischen dem eigentlichen Programm und der Zugabe war auf den Videowänden auf der Bühne eingeblendet, dass man seine Bilder bei Flickr, Videos bei YouTube, Blog- und Twitter-Einträge vom Konzert doch bitte mit dem Tag „#remmunich“ versehen soll. Mir war erst nicht klar, warum. Aber dann habe ich die Tour-Website von R.E.M. entdeckt: Unter http://tour.remhq.com/tour-date/september-23rd-munich-germany werden alle Einträge gesammelt, die mit dem erwähnten Tag versehen sind. Damit entsteht quasi ein User-Generated-Tour-Tagebuch. Wahnsinn!

Wenn man bedenkt, wie die Musikindustrie sonst das Internet behandelt und Tauschbörsen schließen lässt, User verklagt, versucht, Download-Schikanen wie DRM zu verbreiten, dann ist das schon etwas ganz anderes. Quasi ein Konzert 2.0. Aber da waren R.E.M. ja schon immer ein wenig weiter als der Rest: 2001 gab es ein Gratis-Konzert auf dem Roncalliplatz in Köln, das live auf MTV übertragen wurde – und danach einige Zeit als kostenloser mp3-Download verfügbar war, unterstützt von 1Live.

Eine kleine Kritik zum Abschluss: Im Vergleich zu München waren die Konzertbesucher in New York und Berlin deutlich aktiver.

Wiedervorlage: Oktoberfest

24. September, 2008

Die beiden frischen Kotzlachen direkt vor meiner Haustüre inspirieren mich gerade dazu, diesen Blogeintrag noch einmal vorzulegen: Oktoberfest. Interessanterweise ist er exakt ein Jahr alt. Zufall?

Das Starbucks-Geheimnis- UPDATE

31. August, 2008
amazon.de

Grafik: amazon.de

Ich gehe ja wirklich gerne zu Starbucks. Und ich lese gerade das Buch „Das Starbucks-Geheimnis. Wie aus Kaffee Gold wird“. Darin beschrieben werden einige Grundlagen des Erfolgs von Starbucks. Ein Grundprinzip ist demnach der Punkt „Jedes Detail ist bedeutsam“. Und das kann ich nachvollziehen: In den Starbucks-Läden soll jedes Detail stimmen. Die kleinste Kleinigkeit kann dafür sorgen, dass der Kunde zufrieden oder unzufrieden ist.

Und genau das hab ich bei Starbucks auch schon erlebt: Vor ca. 2 Jahren in New York. Der Frappuccino-Mixer war überlastet, was zu einer kleinen Wartezeit von maximal fünf  Minuten geführt hat. Ohne dass sich einer der Gäste beschwert hatte, gab es für jeden Wartenden einen Gutschein für einen Softdrink beim nächsten Starbucks-Besuch in den USA oder Kanada. Einfach so. Wegen fünf Minuten Wartezeit.

Ganz anders – leider – bei Starbucks in München. Hier passt es irgendwie nicht so ganz. Die Starbucks-Prinzipien scheinen noch nicht so ganz angekommen zu sein: Heute hat bei meinem Caramel Frappuccino einfach mal das Caramel-Topping gefehlt. Wie kann man das vergessen? Ein anderes Mal waren die Tassen knapp, daher wurde nur noch in Pappbechern ausgeschenkt. Meine Mutter, die mich damals besucht hatte, findet Kaffee aus Pappbechern nicht so prickelnd. Ein anderes Mal dauert es eine Ewigkeit, bis die leeren Tassen der anderen Gäste endlich einmal von den Tischen abgeholt werden. Usw. Klar, es sind Kleinigkeiten. Und wenn man sich direkt beschwert, dann wird das schon in Ordnung gebracht. Aber es sind eben die Details, die nicht so ganz zu dem passen, was Starbucks als Grundprinzip ansieht. Irgendwie schade. Aber vielleicht wird’s ja noch.

Update: Gestern hat mich Starbucks in München wieder glücklich gemacht: Weil das Caramel-Topping, das ich für zu Hause mitnehmen wollte, nur noch sechs Wochen haltbar war, bei mir die Flasche aber locker für ein halbes Jahr reicht, hat man für mich extra eine neue Flasche aus dem Lager geholt. Danke!

Schawarma in München

20. Juli, 2008

Ich hab mich schon so oft beschert, dass es in München absolut gar kein Schawarma gibt. Zum Beispiel hier oder hier. Und jetzt entdecke ich während des Altstadtring-Festes auf dem Viktualienmarkt einen Laden, der auf seiner Markise behauptet, u.a. Falafel und Schawarma zu verkaufen. Noch kann ich das Angebot nicht final verifizieren. Ich werde es aber sobald wie möglich prüfen. Das wäre wirklich der Hammer!

Andererseits kann man aufgrund der Lage davon ausgehen, dass hier Schawarma wohl eher als „internationale Spezialität“ verkauft wird, was sich auch auf den Preis auswirken dürfte…