Archiv für die Kategorie ‘Digital Life’

Keine Heldentat

3. August, 2009

Beim Lesen der Süddeutschen Zeitung heute morgen hab ich mich kurz gefreut. Und dabei gedacht: „Wow, Print passt sich der Geschwindigkeit also doch an. Toll, sie haben es kapiert!“ Grund für diesen Gedanken war ein Artikel zum HTC Hero, einem Android-Handy, das es seit Samstag in Deutschland zu kaufen gibt und für mich eine echte Alternative zum iPhone ist. Und schon am Montag ist eine Besprechung in der Zeitung. Respekt.

Und dann war der Respekt ob dieser journalistischen Leistung auch gleich wieder dahin. Schon im ersten Absatz schafft es der Autor Helmut Martin-Jung die großartige Fehlinformation unterzubringen, die ihn wohl auch zur Überschrift „Tippen ohne Tasten“ inspiriert hat:

„Das Hero ist das erste Android-Handy, das auf eine Hardwaretastatur verzichtet.“

Ich will nicht lange herumreden. Das ist schlicht und einfach falsch. Spätestens seit der Vodafone-Kampagne könnte bekannt sein, dass z.B. das HTC Magic ebenfalls keine Tastatur hat. Oder das Samsung Galaxy I7500, das O2 auf vielen Plakatflächen bewirbt. Auch in München, was auch einem Autor der Süddeutschen Zeitung auffallen könnte.

Die Fehlinformation ist an sich nicht dramatisch. Wenn man diese Tatsache aber zum Titelthema macht, dann sollte sie zumindest gründlich recherchiert sein. Dazu hätten fünf Minuten gereicht, z.B. ein Besuch auf der Website des Herstellers HTC. Dort werden die Handys übrigens schon nach der Bedienungsart getrennt präsentiert: Touch, Touch or Type und Type.

links for 2009-08-02

3. August, 2009

Online-Video-Blog wiederbelebt

1. August, 2009

Nach etwas mehr als einem halben Jahr habe ich mein zweites Blog-Projekt wiederbelebt: Den Online-Video-Blog. Hier werde ich in Zukunft immer mal wieder einige Neuigkeiten und Zusammenfassungen zum Thema Online-Video und Online-Video-Werbung veröffentlichen:

http://bewegtbild.wordpress.com.

Neues zur Mediennutzung – wirklich?

30. Juli, 2009

Vor ein paar Tagen war in der Wirtschaftspresse und in diversen Blogs ein großes Erstaunen anlässlich einer Analyse eines 15-jährigen Praktikanten von Morgan Stanley festzustellen. Meiner Meinung nach ist daran allerdings nur eine Sache erstaunlich: Dass Morgan Stanley das Werk des Praktikanten tatsächlich veröffentlicht hat.

Denn eigentlich beschreibt der 15-jährige Matthew Robson nur, welche Medien er und seine Freunde nutzen und warum. Und welche eben nicht. Da ich mich seit einigen Jahren mit dem Thema Mediennutzung beschäftige, steht in dem Report für mich nichts wirklich Neues, die Aussagen sind eher banal: Für Jugendliche ist der Preis ein sehr wichtiges, wenn nicht das entscheidende Kriterium. Deshalb kaufen sie nur selten CDs und haben nur selten High-Class-Handys wie das iPhone. Wenn sie eine Zeitung lesen, dann eher die kostenlosen Blätter. Und so weiter.

Es mag viele „Experten“ und „Entscheider“ erstauen, was sie in diesem Report lesen. Denn es ist die schlichte Wahrheit, ausgedrückt in den Worten eines 15-Jährigen. Ohne Bullshit-Bingo-Begriffe, ohne Rücksicht auf eventuelle Auftraggeber aus der Medienbranche. Einfach nur der nüchterne, alltägliche Blick auf die Mediennutzung von Jugendlichen.

Ähnliche, noch aussagekräftigere Ergebnisse, würde jede unabhängige Befragung von Jugendlichen auch liefern. Und vermutlich noch deutlich mehr.

Die Frage ist nur, wer wirklich die harte Wahrheit hören will: Kann ein Marktforscher eines Verlagshauses der Geschäftsführung und dem Marketing Studienergebnisse vorlegen, die deutlich zeigen, dass seinem Produkt die Zukunft fehlt? Das ist nicht, was der Auftraggeber einer solchen Studie hören möchte. Und deshalb werden die Daten so lange „interpretiert“, bis die gwünschten/erhofften Ergebnisse vorliegen. Dann stellt man zum Beispiel einen Kohorteneffekt fest. Dieser soll belegen, dass das Zeitunglesen bei jungen Erwachsenen automatisch wieder einsetzt. In einem bestimmten Alter. Damit sind dann alle glücklich: Die Geschäftsführung, weil sie eine Zukunft für das Unternehmen sehen. Das Marketing, weil es Argumente gegen das böse Internet hat. Die Marktforschung, weil ihre Arbeit Geschäftsführung und Marketing beeindruckt. Nur die Wahrheit und der realistische Blick gehen dabei verloren.

Irgendwann passiert dann aber genau das, was wir jetzt gesehen haben: Alle sind erstaunt, finden die Ergebnisse spannend und bahnbrechend. Und das alles nur, weil ein 15-Jähriger kein Interesse an Kundenwünschen und Geschäftsmodellen hat und einfach mal vor sich hin schreibt. Und endlich einmal die Wahrheit gedruckt wird.

Barrierefreier Journalismus

27. Juli, 2009

Die Piratenpartei mag Vieles fordern, z.B. eine Änderung des Urheberrechts, mehr Kontrolle über die eigenen Daten und somit mehr Datenschutz und einen transparenteren Staat. Diese Ziele nennt sie unter anderem auf ihrer Website. Mit dem Thema „barrierefreies Internet“ hat sie sich aber – soweit ich es herausfinden konnte – nicht ausführlicher beschäftigt. Dieser Begriff meint …

Web-Angebote, die von allen Nutzern unabhängig von körperlichen oder technischen Möglichkeiten uneingeschränkt (barrierefrei) genutzt werden können. (Quelle)

Es geht also um die Lesbarkeit und Nutzbarkeit von Websites. In Deutschland regelt das unter anderem das Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen und zur Änderung anderer Gesetze (Behindertengleichstellungsgesetz – BGG) vom 27. April 2002.

Die Süddeutsche Zeitung (Johannes Boie) stellt im Zusammenhang mit den „Piraten in der SPD“ und der Zensurdebatte dann aber doch fest, dass die Piratenpartei …

… „sich für ein barrierefreies Internet einsetzt„.

Das wäre sicher auch lobenswert. Aber sicher auch nicht das, was die Piraten unter „Open Access“ oder „Keine Zensur“ oder „Informationsfreiheit“ verstehen.

Schade drum, man hätte die Ziele dieser jungen Partei wirklich besser beschreiben können. Gerne auch nur in einem Satz. Der sollte dann aber bitte richtig sein.

Und in diesem Zusammenhang hätte Johannes Boie vielleicht auch die Rolle von Jörg Tauss korrekt beschreiben können. Eine „Galionsfigur“ (SZ) scheint der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete nicht unbedingt zu sein. Er ist zwar der erste „Pirat“ im Bundestag. Das wird er aber nicht mehr lange sein, da er auf eine erneute Kandidatur offenbar verzichtet. Außerdem ist er weder im Bundes- noch im Landesvorstand der Piratenpartei engagiert. Die „Galionsfigur“ ist also eher ein „Auslaufmodell„.

links for 2009-07-21

22. Juli, 2009

3D-Symbolfoto auf N24.de

18. Juli, 2009

Wie 3D-Brillen „aufmerksamen Beobachtern“ bei der Fehlersuche helfen können, weiß vermutlich nur N24.de. Die Bildergalerie bietet auch sonst ein paar schöne Beispiele zum Thema „Text-Bild-Schere“.

Screenshot: N24.de

Screenshot: N24.de

Wenn es um Fehler in Filmen geht: Warum kann man auf den Bildern nicht die entsprechenden Szenen zeigen, deren Fehler im Text beschrieben werden? Das sollte doch möglich sein!

links for 2009-07-17

18. Juli, 2009

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17. Juli, 2009

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16. Juli, 2009