Pflaster-Tag

By Bernd Vehlow

Heute war Pflaster-Tag. Irgendwie. Auf dem Heimweg hab ich in kurzer Zeit zwei Mal Menschen mit merkwürdig auffälligen Pflastern getroffen.

Nummer 1: Im Auto neben mir an der Ampel. Ein Pflaster rechts auf der Schläfe, genau auf Augenhöhe, kurz vor dem Haaransatz. Sah aus, als hätte sich jemand beim Russischen Roulette mit dem heißen Lauf der Pistole verbrannt.

Nummer 2: In der U-Bahn. Eine Frau mittleren Alters mit langem Pflasterstreifen. Auf der Stirn. Mitten auf der Stirn. Senkrecht. Vom Haaransatz bis zu den Augenbrauen. Ich frage mich: Was muss da passiert sein, dass man so ein Pflaster braucht? Gegen eine Glastür gelaufen? Tattoo in Blitz-Form entfernen lassen? Botox-Behandlung und entzündete Einstiche?

Eine merkwürdige Häufung merkwürdiger Pflaster.

Anmerkung: Ich habe natürlich Mitleid mit den beroffenen Personen und allen Menschen, die aus medizinischen Gründen Pflaster tragen müssen. An welcher Stelle des Körpers auch immer.

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Eine Antwort zu „Pflaster-Tag“

  1. Salomon Zotter sagt:

    …die Welt – n PflasterStrand?
    Wie verletzt siehst Du die Innenwelt der Menschen an?
    Ich wandere durch die Gegend und kalkuliere nicht Verpflaster- sondern Verhaltens-/..TherapieStunden.
    Und ich erlebe viele innerlich blutend und fertig – zu negativ?
    Mir macht das Leben Freude – immer wieder täglich gesund werden:
    Ich bin mein eigenes Krankenhaus – was für n KunstWerk ;) :-)

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