Am 7. Juni 2009 ist Europawahl. Erfahrungsgemäß ist die Wahlbeteiligung hier noch geringer als bei Bundes- oder Landtagswahlen. Für diejenigen, die entgegen dem Trend zur Wahl gehen wollen, gibt es wie inzwischen fast bei jeder Wahl den Wahl-O-Mat. Anhand von 38 europapolitischen Statements ermittelt der Wahl-O-Mat, welche Partei den eigenen europapolitischen Vorstellungen am ehesten entspricht.
Die abgefraten Themen sind vielfältig. Ein Statement lautet „In der EU sollen einheitliche Qualitätsstandards in der Gesundheitsversorgung eingeführt werden“. Ein anderes „Die Bürger/-innen sollen den EU-Kommissionspräsidenten zukünftig selbst wählen“. Jeder Aussage kann man zustimmen, nicht zu stimmen oder sich neutral verhalten. Man kann auch einzelne Statements überspringen.
Ich probiere das Tool vor jeder Wahl aus. Und in der Regel stellt der Wahl-O-Mat die größte Übereinstimmung mit der Partei fest, die ich auch tatsächlich zu wählen beabsichtigt hatte. Oder die Empfehlung liegt nur knapp daneben. Für alle, die nicht auf eine Partei festgelegt sind und sich nur sporadisch über Politik und in diesem Fall Europapolitik informieren, ist das Tool sicher hilfreich. Für die Politik-Informierten zumindest eine nette Spielerei.
Ach ja: Wählen gehen! Am 7. Juni und bei jeder anderen Wahl. Wer nichts tut, um Zensursula und KT abzuwählen, darf sich auch nicht über sie beschweren.