Grafik: Omegle.com
Wer schon Probleme mit Twitter und dessen Sinn oder Unsinn hat, muss jetzt tapfer sein. Heute in einem Tweet gefunden: Omegle.com. Nein, es ist keine Fanseite für Kräuterbutter („Oh Meggle, komm!“), sondern ein 1:1-Chat. Problem nur: Man weiß nicht, mit wem man chattet. Zwei x-beliebige User, die die Seite zeitgleich nutzen, werden zusammengeschaltet und können/sollen/dürfen sich unterhalten. Man weiß nichts über sein Gegenüber. Kein Profil, kein Link, keine Information. Nichts. Man muss quasi alles erfragen.
Ich hab das natürlich gleich ausprobiert. Mit wechselndem Erfolg. Der Chat beginnt in der Regel mit einem „Hi“. In zwei von drei Fällen folgt in den nächsten beiden Sätzen des unbekannten Gegenüber („Stranger“) die Frage nach dem Geschlecht („m or f?“). Bei der Antwort „m“ ist die Unterhaltung eigentlich sofort beendet, der „Stranger“ klickt auf „Disconnect“. Eine weitere billige Anmach-Plattform also. Verwirrt hat mich übrigens die immer wieder aufkommende Frage „asl?“. Was bedeutet das? Keine Ahnung.
Zwischendurch kann sich dann aber doch auch ein nettes Gespräch ergeben. Ich habe kurz mit „Strangern“ aus Hongkong, Finnland, China und einem „italian boy“ gechattet. Letzterer hat das Gespräch aber aus den oben genannten Gründen nach einem Satz beendet.
Richtig lange habe ich mich aber mit einem User unterhalten. Wie ich mit der Zeit erfahren habe, heißt er
Justin Campbell, kommt aus Philadelphia, twittert und hat ein Blog. Und ist IT-Mensch. War ein netter Zeitvertreib mit jemandem, den ich ohne Omegle.com nie getroffen hätte.
Wer also ein bisschen Zeit hat, sich von billigen Anmachen und triebgesteuerten Jugendlichen aus aller Welt nicht abschrecken lässt, kann sogar ein wenig Spaß auf Omegle.com haben.
28. April, 2009 um 10:21 |
http://www.urbandictionary.com/define.php?term=asl